Keltengräber Bonefeld
Kultur / Archäologische Stätte

Steckbrief

gradeWanderregion:

Naturpark Rhein-Westerwald

Das kleine Gräberfeld, bestehend aus sechs Grabhügeln, dessen größter zusammen mit der nahegelegenen „Alteburg“ 1919 ergraben wurde, ist in die Hallstattzeit, also etwa die Mitte des ersten vorchristlichen Jahrtausends zu datieren.

Eine Besonderheit, die bei den Ausgrabungen zum Vorschein kam, ist ein ca. 10 m im Durchmesser fassender Kranz von großen Basaltblöcken, die seinerzeit zur Abstützung des Randes dienten.

Die eigentliche Grube wies 4 Pfostenlöcher und ein Pfostengräbchen auf, die als Spuren einer hölzernen Grabkammer zu deuten sind.

Außerdem wurde im Zentrum über dem Grab im senkrechten Schnitt des Grabhügels „eine rechteckige Stelle von 60 cm Breite, welche eine härtere, modrige ... Einhüllung enthielt“ ausgemacht. Dies deutet wohl auf einen mächtigen Holzpfosten hin, der in der Mitte des Hügels eingesetzt, ihn hoch überragte. Zur Verkeilung dienende Basaltsteine konnten noch gefunden werden. Bei dem Pfosten handelte es sich wohl um einen hölzernen Menhir, also einen in seinem Kopf plastisch ausgearbeiteten Holzpfosten.

Die Ausbildung und Markierung des Grabhügels stellt in ihrer Art eine Besonderheit der hiesigen Region dar.

An der Erhaltung, Sicherung und Auswertung der zu erwartenden archäologischen Befunde und Funde besteht aus wissenschaftlichen und denkmalpflegerischen Gründen ein öffentliches Interesse.

Die ehemals wohl etwa 10 Meter im Durchmesser großen Hügelgräber bergen offenbar keine spektakulären Funde. Als Professor Dr. Lehner seinerzeit eines öffnete, fand er von den üblichen Grabbeigaben nur noch eine verbogene Bronzenadel, ein Basaltmeißelchen und eine formlose, rohe Scherbe mit Quarzzusatz.

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